Wie du das Vertrauen in deinen Körper zurück gewinnst

Selbstvertrauen. Ein großes Wort. Die meisten Menschen haben viel zu wenig davon, wahrscheinlich auch du. Vertrauen in sich selbst zu haben, das bedeutet, sich sicher zu sein, dass man etwas kann, etwas schaffen wird und mit jeder Situation gut umgehen kann. Zum Selbstvertrauen gehört aber auch das Vertrauen in den eigenen Körper.

Leidest du unter mangelndem Vertrauen zu deinem Körper?

Wenn du oft Angst davor hast, eine schlimme Krankheit zu bekommen oder zusammen zu brechen, dann fehlt dir wahrscheinlich genau dieses Vertrauen.

Ein kleiner Test:
Stell dir vor, du siehst im rechten Augenwinkeln einen roten Fleck. Was ist die wahrscheinlichste Ursache? Denke darüber nach und merke dir die erste Antwort, die dir in den Sinn kommt bevor du weiter liest.

Was war es? Denkst du, dass zu deiner rechten etwas rot leuchtet, oder denkst du es liegt an deinen Augen und du hast eine Sehstörung irgendeiner Art.

Falls dir letzteres zuerst in den Sinn kommt geht es dir vermutlich öfter so. Wenn etwas nicht stimmt oder nicht ganz normal ist, dann ziehst du sofort Rückschlüsse auf deine körperliche Verfassung.

Dieses fehlende Vertrauen äußert sich vielfältig

Wenn irgendetwas nicht normal ist, dann denkst du gleich, dass es an dir liegt und mit dir irgendetwas nicht stimmt. Mit diesen Gedanken bist du nicht allein.

Viele Menschen denken wegen jeder körperlichen Missempfindung, dass sie krank sind. Sie glauben, dass sie die einzigen sind, bei denen das so ist. Vielleicht ist das auch bei dir so?

Tatsächlich haben aber die meisten Menschen hin und wieder ungewöhnliche Empfindungen. Der Unterschied ist, sie machen sich darüber keine größeren Gedanken.

Mir selbst ging und geht es oft heute noch so. Ich mache Aerobik mittels eines Online-Fitness-Studios per Video. In einem dieser Filme habe ich beim trainieren bemerkt, dass ein kleiner grauer Fleck unkontrolliert auf der linken Seite hin und her huscht.

Mein erster Gedanke: Mit deinen Augen stimmt etwas nicht! Um diese Idee begründen zu können habe ich zurück gespult. Tatsächlich war der graue Fleck im Video enthalten. Es lag also nicht an mir.

Da war ich zwar erst einmal beruhigt, doch eigentlich hätte ich das Video nicht zurück spulen müssen, um ruhig zu bleiben. Hätte ich ganz einfach Vertrauen in meinen Körper gehabt, dann hätte ich den huschenden Fleck gleich dem Produzenten des Films zugeschrieben.

Als in unserer Wohnung Rauchmelder installiert worden waren, da sah ich Abends im Bett einen kleinen leuchtenden Punkt an der Decke, der immer wieder aufblitzte. Da ich mir aber große Sorgen um meine Augen machte, kamen die Rauchmelder mir gar nicht mehr in den Sinn.

Ich hatte so lange Angst, bis mir mein Freund sagte, dass er das Licht auch sah und dass es das neu installierte Gerät sei.

Auch mit Hitze und Kälte habe ich so meine Probleme. Während ich mal so im Auto saß habe ich an an einigen Stellen meines Körpers gefroren und an anderen war es heiß und hat fast gebrannt.

Zunächst habe ich mir Gedanken gemacht, ob etwas mit meinen Nerven nicht stimmt. Nervenschmerzen, habe ich gedacht, das brennt auch.

Irgendwann stellte ich fest dass einfach an einigen Stellen die Sonne so stark durch die Scheiben einfiel, dass es innerhalb des Lichtstrahls brannte. Ansonsten war es schattig und damit kühl.

Trainiere dir opimistische Gedanken an

Solche Gedanken kannst du dir abtrainieren. Der Großteil deiner Gedanken wiederholt sich ständig. Das bedeutet, dass du immer wieder die schlechten Dinge denkst und deinen Körper für Missempfindungen verantwortlich machst.

Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass du das Karussell durchbrechen kannst, indem du bewusst immer wieder positive und optimistische Gedanken einbaust. Je öfter du sie denkst, desto öfter kommen sie dann auch wieder.

Wenn du dich also in so einer Situation wieder findest, dann solltest du nicht so reagieren, wie ich bei dem Fitness-Video. Du solltest dir ganz bewusst Erklärungen suchen, die nichts mit dir oder deinem Körper zu tun haben.

Kontrolliere dabei nicht, ob das wirklich stimmt. Lerne dich voll auf diese optimistischen Gedanken zu verlassen.

Denke also bewusst Sätze wie:

  • Dieser Fleck ist in dem Video drin.
  • Das Brennen an meinen Beinen wird durch die Sonnenstrahlen verursacht.
  • Das Licht an der Decke kommt von irgendeinem Gerät.
  • Irgendwelche Lichtflecken an der Wand kommen durch Reflektionen.

Zwinge dich, diese Gedanken zu denken und akzeptiere sie. Verlasse dich auf sie und achte bewusst darauf, dass du nicht kontrollierst, woher die Empfindungen kommen.

Zunächst wird sich das nicht unbedingt echt anfühlen, anfangs glaubst du deinen eigenen Gedanken vielleicht nicht. Das macht aber überhaupt nichts.

Optimistische Gedanken sind wie vieles andere einfach bloß Übungssache. Du musst dich zu Beginn etwas anstrengen und auch ein bisschen selbst austricksen. Mit der Zeit aber, werden diese Gedanken automatisch kommen und du wirst kaum mehr darüber nachdenken.

Fange heute noch an

Um den Situationen auf die Schliche zu kommen, in denen du so denkst kannst du dich selbst ein paar Tage lang beobachten.

Am Besten schreibst du dir ein Protokoll, dass du immer mit dir führst, in dem du festhältst, wann du solche negativen Gedanken hast. Dann kannst du dich besser darauf einstellen und bewusst entgegen wirken.

Darauf kannst du deine Gedanken schreiben und in Ruhe positive Alternativen dafür suchen. Das klappt immer besser und kommt dann irgendwann ganz von selbst.

Wenn dann das nächste mal ein schädlicher Gedanke kommt, dann hast du schon eine gesunde Alternative parat.

Es ist auch hilfreich dir klar zu machen, was für ein außerordentlich ausgeklügeltes System dein Körper unterhält. Kennst du dich mit ihm überhaupt aus?

Weißt du, wie unglaublich dein Immunsystem funktioniert? Wie toll dein Körper sich selbst schützt, reinigt und regeneriert?

Dir klar zu machen, wie gut du tatsächlich jeden Tag arbeitest und dass du im wahrsten Sinne des Wortes in einem Wunderwerk der Natur wohnst, kann dir eine Menge Ruhe bringen. Sei einfach dankbar, dass dein Körper so toll ist, wie er ist.

Wann machst du dir Sorgen um deinen Körper? Wenn man merkt, dass es anderen ähnlich geht, dann fühlt man sich gleich besser. Also teile deine ganz normalen Missempfindungen mit anderen und schreibe einen Kommentar. 🙂

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