Wie frei bist du?

Fühlst du dich manchmal unfrei? Denkst du manchmal, dass du etwas tun musst, obwohl du es gar nicht willst?

Was bedeutet es eigentlich, frei zu sein?

Diese Frage ist durchaus berechtigt, da eigentlich jeder Mensch eine andere Vorstellung davon hat, was frei ist.

„Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht“
Rosa Luxemburg

Du kannst dich frei fühlen wenn du eingesperrt bist, du kannst dich aber auch unfrei fühlen obwohl du frei sein könntest.

Wie frei kannst du sein?

Angefangen damit, dass wir uns aus eigener Kraft nicht von diesem Planeten weg bewegen können, dass wir sterben wenn wir nicht essen oder trinken, bis hin zu dem Gedanken, dass unsere Entscheidungen nicht wirklich wir selbst treffen, gibt es eine Menge Einschränkungen, die uns unfrei erscheinen lassen.

Meiner Meinung nach kannst du durchaus frei sein.

Du bist nämlich fähig, die Einschränkungen deiner Natur mithilfe deines Verstandes zu überwinden. Der Mensch fliegt heute selbstverständlich in den Weltraum und noch selbstverständlicher im Flugzeug durch die Lüfte.

Obwohl man früher nicht geglaubt hätte, dass es überhaupt möglich ist werden immer neue Rekorde gebrochen (auch ohne Doping) zum Beispiel beim Marathonlauf oder beim Sprinten.

Menschen, die das schaffen haben auch eine scheinbare biologische Hürde überwunden. Wusstest du außerdem, dass solche Rekorde dann immer wieder gebrochen werden, weil die Leute jetzt wissen, dass es geht?

Dein eigener Glaube kann so viel bewirken, ob du es nun glaubst, oder nicht.

Die Sache mit der Nahrung halte ich zum Beispiel eher für einen Mythos. Was ist, wenn wir nur verhungern, weil wir glauben, dass wir sterben, wenn wir nichts essen?

Im Endeffekt besteht alles – auch du – aus Energie. Nahrungsaufnahme ist vielleicht nur eine Möglichkeit, die notwendige Energie  hinzu zu führen.

Da  gibt es diese tibetischen Mönche, die behaupten, sie könnten völlig ohne Nahrung auskommen.

Mönche scheinen manchmal die Antwort auf beinahe alles zu geben. Ich habe vor kurzem über eine Studie gelesen, bei der es überprüft wurde, ob ein solcher Mönch tatsächlich ohne Nahrung auskommt.

Einer dieser Mönche, der das behauptete wurde also 2 volle Wochen lang beobachtet. Es waren überall Kameras angebracht, es gab also wirklich keine Möglichkeit zu schummeln.

Der Mönch hat kein Stück Nahrung zu sich genommen, keinen Tropfen Wasser und war auch nicht auf der Toilette.

Dass er trotzdem ab und an Nahrung braucht ist durchaus möglich, auch wenn er das Gegenteil behauptet. Doch allein die Tatsache, dass sein Körper sich so lange selbst regulieren kann, kann dir eine bahnbrechende Erkenntnis bringen.

Wie du freier werden kannst

Das heißt natürlich nicht, dass du jetzt nichts mehr essen sollst. 😉

Aber wenn du darüber nachdenkst, dann bekommst du ein ganz anderes Gefühl davon, was du musst und was nicht.

Es gibt auch Menschen die unglaublich alt werden und dabei sehr gesund sind, obwohl das allgemein gar nicht für Möglich gehalten wird.

Abgesehen davon gibt es natürlich auch deinen Alltag. Du musst Geld verdienen. Dazu musst du arbeiten. Dieses Geld musst du dann verprassen. Deine Eltern musst du regelmäßig besuchen usw.

Das sind alles nur deine Gedanken. Vielleicht hörst du noch die Stimme deiner Eltern im Hinterkopf, wenn du so etwas denkst.

Sei mal ehrlich zu dir selbst: wer zwingt dich, morgens aufzustehen? Das bist nur du allein. Du entscheidest dich dafür, das zu tun, weil du die Konsequenzen scheust, die auf das Liegenbleiben folgen würden.

Vor kurzem sagte jemand zu mir: „Ich hatte keine Wahl.“ Wenn ich so etwas höre, dann fängt es in mir drinnen an zu brodeln. Du hast immer eine Wahl, auch wenn die Wahlmöglichkeiten nicht immer so rosig sind.

Tatsächlich ist es immer deine Entscheidung. Selbst wenn es sich nicht so anfühlt, z. B. wenn du eine schlimme Heißhungerattacke hast. Trotzdem ist es deine Entscheidung.

Es ist wichtig, dass du das verstehst und verinnerlichst, weil du dich nämlich nur dann frei fühlen kannst. Und nur dann, wenn du dich frei fühlst, kannst du die Dinge machen, die du willst und die gut für dich sind.

Du kannst Verantwortung übernehmen und fühlst dich nicht mehr wie ein Ping Pong Ball. Das ist wichtig für dein Selbstbewusstsein und hilft dir dein Leben aktiv zu gestalten.

Du hast immer eine Wahl

Ich selbst war schon immer etwas aufrührerisch. Zwei kleine Beispiele aus meiner Kindheit:

Im Kindergarten gab es mal so einen „Web-Wettbewerb“. Der Verlierer sollte dem Gewinner nach dem Mittagessen das Geschirr spülen.

Da mir das Weben aber keinen Spaß machte und ich ohnehin nicht so oft in den Kindergarten ging, wollte ich von Anfang an nicht mitmachen, was ich auch gleich sagte.

Leider wird man als kleines Kind ja nie ernst genommen. So weigerte ich mich absichtlich und webte überhaupt nicht mehr. Deshalb verlor ich natürlich.

Da ich aber kein Haussklave sein wollte und schon damals davon überzeugt war, niemandem etwas spülen zu müssen habe ich mich geweigert. Verständlich, oder?

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke frage ich mich doch, mit welchen Methoden da im Kindergarten gearbeitet wird.

Worauf ich allerdings hinaus will ist folgendes: Mindestens 90% der anderen Kinder hätten es einfach getan, weil sie dachten, dass man tun muss, was die Autoritätsperson sagt.

Sie hätten aber alle ebenso die Wahl gehabt, es nicht zu tun, wie ich.

Ein weiteres Beispiel ist noch nicht so lange her. Ich war schon ein Teenager und in der Berufsschule.

Ich hatte und habe noch immer ein Problem mit Religion als Pflichtfach. Das widerspricht absolut der Religionsfreiheit.

Da kein Ethik-Kurs zustande kam, besuchte ich aber den Religionsunterricht. Allerdings bekundete ich gleich, dass ich mich keinen Deut beteiligen würde (muss ich ja nicht, wenn ich nicht will).

Als wir eine Arbeit über das katholische Kirchenjahr schrieben, gab ich also ein leeres Blatt ab. Der Religionslehrer meinte, das könne ich doch nicht machen und – leicht ironisch – ob ich lieber etwas über den Satanismus schreiben wolle.

Damit war ich aber einverstanden. Nichts falsches denken, ich bin keine Satanistin. Allerdings sind die verschiedenen Glaubensrichtungen objektiv betrachtet alle recht interessant.

Also schrieb ich eine DIN A4 Seite über Satanismus und bekam eine 2. Was glaubst du, was von den Klassenkameraden kam?

„Wir hätten doch auch die Wahl haben sollen.“
Tja, liebe Leute, die hattet ihr – ganz genauso wie ich!

Vergiss also nicht, egal was du tust, du hast immer eine Wahl!

Wann fühlst du dich unfrei und wann fühlst du dich völlig frei? Ich freue mich über dein Feedback. 🙂

Kennst du jemanden, der sich ein bisschen freier fühlen sollte? Dann teile diesen Beitrag mit ihm.

Advertisements

2 Gedanken zu “Wie frei bist du?

    • Ja, so ähnlich geht es mir natürlich auch. Der Punkt ist aber, dass du nicht gezwungen wirst, diesen Job auszuüben. Du entscheidest dich dafür aus bestimmten Gründen. Wenn du das erkennst, dann fühlst du dich ein wenig freier.

      LG Tina

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s